Heidelberger Marschak Interaktions-Methode (H-MIM)

Im therapeutischen Alltag begegnen uns immer wieder Kinder, mit denen eine defizitorientierte Testdiagnostik unmöglich erscheint. Diese Kinder sind entweder schüchtern-scheu oder oppositionell-verweigernd oder zeigen ein anderes Verhalten bzw. eine Entwicklungsstörung oder Behinderung (z. B. auch Autismus), die den diagnostischen Zugang zu ihnen erschweren. Die Heidelberger Marschak Interaktionsmethode ermöglicht mit ihren alltagsnahen Aufgaben eine Beobachtung der Beziehung zwischen Elternteil und Kind. Hierdurch können Informationen für eine ressourcenorientierte Therapie und/oder Elternberatung abgeleitet werden. Für Fachleute aus dem Bereich Sprachtherapie/Logopädie ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit der Spontansprachanalyse bei Kindern, deren Sprachverhalten z. B. beim Stottern oder beim selektiven Mutismus beobachtet werden soll. Als eine Möglichkeit der Interaktion mit „schwierigen Kindern“ erhalten Sie einen Einblick in das Theraplay.

  • Theoretische Grundlagen der Marschak Interaktions-Methode (MIM) und speziell der Heidelberger Marschak Interaktions-Methode (H-MIM)
  • Diskussion, bei welchen Indikationen diese Methode angewendet werden kann
  • Theoretische Überlegungen zur Anwendung dieser Methode (H-MIM)
  • Beobachtung einer Eltern-Kind-Interaktion (H-MIM) anhand eines Videofilms
  • Training der systematischen Beobachtung von Eltern-Kind-Interaktionen
  • Differenzierung von Beobachtung der Fakten und deren Interpretation
  • Selbsterfahrung in der dyadischen Interaktion

Ab 2017 Termine und Durchführung unter: www.die-tankstelle.org

Schulte-Hötzel, Markus
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