Heute teilen die Leiterinnen der SI Ausbildung, Karin Hirsch-Gerdes und Birgit Pammé zwei Sommer-Tipps mit uns: Sandknete zum selber herstellen und eine Aktivität zur Förderung der Feinmotorik in Verbindung mit Grobmotorik.


Endlich sind sie (bzw. waren sie) da – die warmen Tage. Und kommen hoffentlich auch wieder. Auch in der Therapie können wir das Thema rund um Sonne, Wasser, Sand gut aufgreifen.

Wasser und Sand, das ist immer wieder sehr reizvoll, motivierend  und ansprechend für Kinder. Aber was können wir fördern – und wie? Wir möchten Euch zwei Therapieideen mitgeben, die bei uns in den letzen Jahren bei Sonne und Wärme besonders gut angekommen sind und gute therapeutische Erfolge hatten.

Sandknete zum selber herstellen

Materialien:

  • Stärkemehl
  • Sand (zum Beispiel Vogelsand)
  • Wasser
  • evtl. auch Lebensmittelfarbe
  • 1 Tasse
  • 1 Topf
  • 1 Holzlöffel

Man schüttet eine Tasse Stärkemehl und zwei Tassen feinen Sand in den Topf. Gibt eine Tasse Wasser und, wenn man möchte, etwas Farbpulver dazu. Alle Zutaten werden vermischt. Die Masse wird bei mittlerer Hitze erwärmt und kräftig durchgerührt, bis sie dick wird. Ist die Sandknete abgekühlt, kann man sie sehr gut formen. Die Figuren müssen dann einige Tage an der Luft trocknen und können dann noch angemalt werden.

Hinweis: Man sollte die Knete immer wieder frisch herstellen (also nur eine Portion), dann lässt sie sich am besten verarbeiten.

Ziele sind hierbei u. a.:

  • Taktil – kinästhetische Verarbeitung
  • Hand – Hand und Hand Auge Koordination
  • Alle Ziele rund um das Thema Feinmotorik
  • Handlungsplanung

Sandknete / Modelliersand kann man auch fertig kaufen, jedoch gerade die Herstellung ist besonders förderlich.


 „Rettet die Meerestiere“

Ziele: Feinmotorische Förderung in Verbindung mit Grobmotorik

Eine Schüssel mit unterschiedlichen Plastiktieren die im Wasser / Meer leben füllen (z.B. Fische, Schildkröten, etc. Auch sehr reizvoll sind Tiere, die man aufziehen kann und die dann später im Wasser alleine schwimmen) aber auch Taucher oder Wasserpflanzen etc.

In der Schüssel ist noch kein Wasser. Auf der andern Seite steht eine Schüssel mit Wasser. Aufgabe ist es nun für die Kinder, das Wasser in verschiedenen Gefäßen – auch gerne mit verschiedenen Verschlüssen und Größen – auf die andere Seite zu den Tieren zu bringen. Um auf die andere Seite zu gelangen, sollten die Kinder über interessante Hindernisse laufen (z. B. Wackelstäbe, Balancierstäbe, Weichbodenmatten, farbliche Gummipunkte, verschiedene Untergründe, Langbänke… alles was „wasserfest ist“ und zur Verfügung steht).

Danach kann man noch mit dem Wasser diverse Schüttspiele entwickeln – mit Lebensmittelfarbe ist es besonders ansprechend und motivierend für die Kinder.

Ziele sind hierbei u. a.:

  • Hand- Hand / Hand-Auge Koordination
  • Taktil – kinästhetische Reize
  • Diverse Fingergriffe
  • Gleichgewichtsanpassung
  • Motorische Anpassungsreaktionen und motorische Planung
  • Handlungsplanung

Zwei Tipps von den Leiterinnen unserer SI-Ausbildung:
Karin Hirsch-Gerdes
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., Haus der Ergotherapie
&
Birgit Pammé 
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., DKSB Essen

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