Heute teilen die Leiterinnen der SI Ausbildung, Karin Hirsch-Gerdes und Birgit Pammé einen Tipp mit uns, zum Thema: Visuelle Wahrnehmung


Visuelle Wahrnehmung

Die visuelle Wahrnehmung spielt eine sehr wichtige Rolle bei all unseren Bewegungen (Grob und Feinmotorisch) sowie besonders bei verschiedensten Lernvorgängen bei Kindern.

Normalerweise entwickelt sich die visuelle Wahrnehmung am stärksten im Alter von drei bis sieben Jahren. Viele unserer Kinder mit Wahrnehmungsstörungen haben allerdings besonders im Schulalter mit Problemen in der visuellen Wahrnehmung zu kämpfen. (Erlernen von Lesen, Schreiben von Buchstaben und  Zahlen).

Die visuelle Wahrnehmung hängt eng mit der Entwicklung des Körperschemas bzw. mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum statt. Körperwahrnehmung entwickelt sich besonders durch das taktil – kinästhetische System. Wahrnehmung des Körpers im Raum wird in erster Linie über das vestibuläre System möglich. (Wo bin ich im Raum? Oben, unten, rechts, links, und wie beweg ich mich im Raum schnell – langsam etc.)

In jeder SI Therapie spielt daher die Entwicklung und Förderung der sogenannten Basissyteme (taktil – kinästhetisch und vestibulär) eine besondere Rolle. Um jedoch zusätzlich das visuelle System sowie Konzentration und Aufmerksamkeit zu fördern — eignen sich, besonders für Schulkinder — zur Motivation die Bücher, wo bestimmte Figuren oder Gegenstände aus einem Ganzen entdeckt werden müssen. Wir finden die „Wo ist Walter“ Bücher dafür toll.

Egal, wo sich Walter versteckt, immer trägt er eine rote Pudelmütze, eine Brille und einen rot-weiß gestreiften Pullover.

 

 

Trotzdem ist er nicht leicht zu finden in den kniffeligen Suchbildern des Briten Martin Handford, die seit vielen Jahren als Bilderbücher beliebt und erfolgreich sind. Fotokopiert man Walter und seine Freunde zusätzlich bunt und versteckt die kopierten Figuren im Raum –  können die Kinder diese im Raum suchen, über einen Parcours erobern (retten).

 

 

Anschließend könnten noch Sätze geschrieben werden, wo Walter und vielleicht auch seine Freunde versteckt waren.

Viel Spaß mit Walter und seinen Freunden – und übrigens — oft sind die Kinder viel schneller im Suchen als wir Therapeuten.


Ein Tipp von den Leiterinnen userer SI-Ausbildung:
Karin Hirsch-Gerdes
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., Haus der Ergotherapie
&
Birgit Pammé 
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., DKSB Essen

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