Fortbildungen

In Laufe von mehr als 20 Jahren ist unser Spektrum immer umfangreicher geworden. Viele Themen haben nicht wir uns ausgedacht, sondern die Themen kamen zu uns, oft gleich Hand in Hand mit wunderbaren Dozenten.

Kurse

Nahezu jeder Kurs ist so gestaltet, dass erworbenes Wissen schon am nächsten Arbeitstag umgesetzt werden kann. Dazu kommt die Vernetzung vieler Kurse und die Einbindung in Ausbildungen im Baukastensystem.

Dozenten

Unsere Dozenten sind Teil eines über 20 Jahre gewachsenen Teams mit einem hohen Grad an interdisziplinärer Zusammenarbeit. Viele kennen die Inhalte des jeweils anderen und stellen häufig Bezüge zu den Kursinhalten der Kollegen her.

In Vorbereitung auf Ostern teilen die Leiterinnen der SI Ausbildung, Karin Hirsch-Gerdes und Birgit Pammé einen Tipp mit uns, der Spass macht, und gleichzeitig Feinmotorik, Koordination und Handlungsplanung trainiert.

Ostergras selber ziehen

Selbstgezogenes Ostergras sieht nicht nur auf dem Ostertisch sehr schön aus, sondern es lässt sich gut in der Therapie mit unseren Kindern herstellen.

Gebraucht wird:

  • Ein Wasserundurchlässiges Gefäß
  • Erde oder Watte
  • Samen
  • Wasser

Als Gefäße kann man gut Tonuntersetzter von Blumentöpfen, Suppenteller oder ausgespülte Quarkbecher (250gr) verwenden. Falls mehr Zeit vorhanden ist, kann man mit den Kindern auch vorher Blumentöpfe selber anmalen und sie dann bepflanzen.

Es gibt im Handel / Internet Ostergrassamen (kosten ca 1,60€ / Paket ) zu kaufen. Alternativ können auch Weizenkörner genommen werden, oder auch Gerste.

Samen Ostergras_01

Ziele bei dem Ostergras ziehen:

Ziele sind die Handlungsplanung, viele feinmotorische Aspekte (Hand-Hand, Hand-Auge Koordination), verschiedene Grifftechniken (je nach dem ob ihr mit einem Löffel oder mit den Händen arbeitet), Kraftdosierung, Impulskontrolle beim Gießen der Samen, und oft ein gesteigertes Selbstwertgefühl durch die Herstellung eines Produktes.

Das Abwarten bis da etwas sprießt fällt vielen Kindern auch schwer.

So wird es gemacht:

  1. Die Weizenkörner lasse ich vor dem Pflanzen gerne ein paar Stunden quellen, so können sich die Samen richtig voll Wasser saugen und der Keimprozess wird in Gang gesetzt (dies funktioniert nicht mit den Grassamen, da sie viel kleiner sind).
  2. Das Kind muss nun sein Gefäß mit Erde befüllen (alternativ Watte).
  3. Dann kommen die eingeweichten / oder nicht eingeweichten Körner oder Ostergrassamen darauf. Diese können dicht gesät werden, jedoch nicht alle auf einen Haufen.
  4. Ist dieses fertig, muss das bepflanzte Gefäß vorsichtig und gleichmäßig gewässert werden. (Hier eignet sich eine Sprühflasche)
  5. In der Regel nimmt das Kind das Gefäß sofort mit nach Hause. Es muss täglich gegossen werden. Nach 5-6 Tagen erscheinen die ersten grünen Spitzen.
  6. Wenn das Ostergras zu hoch geworden sein sollte – mit der Schere kurz vor Ostern einmal kürzen.

In den Familien unserer Kinder legt der Osterhase zu Ostern ein paar bunte Eier in das Ostergras! Es sieht sehr schön aus und die Kinder sind immer sehr stolz.

Expressvariationen:

Falls die Zeit für das normale Aussähen zu knapp ist, kann man das gesäte Ostergras auf die Heizung stellen. Das beschleunigt den Prozess um ca 5 Tage.
Falls es auch dazu keine Zeit mehr gibt, empfehlen wir statt Ostergras auch Kresse zu nehmen. Die ist in ca 8 Tagen fertig.


Ein Tipp von den Leiterinnen userer SI-Ausbildung:

Karin Hirsch-Gerdes
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrtherapeutin, Haus der Ergotherapie
&
Birgit Pammé
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrtherapeutin, DKSB Essen


Wir hoffen, unsere Tipps bereiten Freude, helfen ein wenig im (Therapie-) Alltag und inspirieren zu eigenem Experimentieren. Dies ist bereits unserer 9. Tipp. Hier ist eine Übersicht der letzten vier die wir geschickt haben:

  • Vibrationsreize für Muskeltonus, Atmung und Wahrnehmung
  • eine Hilfe bei der Beobachtung der Befundungsphase bei Kindern
  • festere Therapieknete mit mehr Widerstand
  • eine Krabbelhilfe für Kinder mit geringer Muskelspannung
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Heute teilen die Leiterinnen der SI Ausbildung, Karin Hirsch-Gerdes und Birgit Pammé zwei Sommer-Tipps mit uns: Sandknete zum selber herstellen und eine Aktivität zur Förderung der Feinmotorik in Verbindung mit Grobmotorik.


Endlich sind sie (bzw. waren sie) da – die warmen Tage. Und kommen hoffentlich auch wieder. Auch in der Therapie können wir das Thema rund um Sonne, Wasser, Sand gut aufgreifen.

Wasser und Sand, das ist immer wieder sehr reizvoll, motivierend  und ansprechend für Kinder. Aber was können wir fördern – und wie? Wir möchten Euch zwei Therapieideen mitgeben, die bei uns in den letzen Jahren bei Sonne und Wärme besonders gut angekommen sind und gute therapeutische Erfolge hatten.

Sandknete zum selber herstellen

Materialien:

  • Stärkemehl
  • Sand (zum Beispiel Vogelsand)
  • Wasser
  • evtl. auch Lebensmittelfarbe
  • 1 Tasse
  • 1 Topf
  • 1 Holzlöffel

Man schüttet eine Tasse Stärkemehl und zwei Tassen feinen Sand in den Topf. Gibt eine Tasse Wasser und, wenn man möchte, etwas Farbpulver dazu. Alle Zutaten werden vermischt. Die Masse wird bei mittlerer Hitze erwärmt und kräftig durchgerührt, bis sie dick wird. Ist die Sandknete abgekühlt, kann man sie sehr gut formen. Die Figuren müssen dann einige Tage an der Luft trocknen und können dann noch angemalt werden.

Hinweis: Man sollte die Knete immer wieder frisch herstellen (also nur eine Portion), dann lässt sie sich am besten verarbeiten.

Ziele sind hierbei u. a.:

  • Taktil – kinästhetische Verarbeitung
  • Hand – Hand und Hand Auge Koordination
  • Alle Ziele rund um das Thema Feinmotorik
  • Handlungsplanung

Sandknete / Modelliersand kann man auch fertig kaufen, jedoch gerade die Herstellung ist besonders förderlich.


 „Rettet die Meerestiere“

Ziele: Feinmotorische Förderung in Verbindung mit Grobmotorik

Eine Schüssel mit unterschiedlichen Plastiktieren die im Wasser / Meer leben füllen (z.B. Fische, Schildkröten, etc. Auch sehr reizvoll sind Tiere, die man aufziehen kann und die dann später im Wasser alleine schwimmen) aber auch Taucher oder Wasserpflanzen etc.

In der Schüssel ist noch kein Wasser. Auf der andern Seite steht eine Schüssel mit Wasser. Aufgabe ist es nun für die Kinder, das Wasser in verschiedenen Gefäßen – auch gerne mit verschiedenen Verschlüssen und Größen – auf die andere Seite zu den Tieren zu bringen. Um auf die andere Seite zu gelangen, sollten die Kinder über interessante Hindernisse laufen (z. B. Wackelstäbe, Balancierstäbe, Weichbodenmatten, farbliche Gummipunkte, verschiedene Untergründe, Langbänke… alles was „wasserfest ist“ und zur Verfügung steht).

Danach kann man noch mit dem Wasser diverse Schüttspiele entwickeln – mit Lebensmittelfarbe ist es besonders ansprechend und motivierend für die Kinder.

Ziele sind hierbei u. a.:

  • Hand- Hand / Hand-Auge Koordination
  • Taktil – kinästhetische Reize
  • Diverse Fingergriffe
  • Gleichgewichtsanpassung
  • Motorische Anpassungsreaktionen und motorische Planung
  • Handlungsplanung

Zwei Tipps von den Leiterinnen userer SI-Ausbildung:
Karin Hirsch-Gerdes
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., Haus der Ergotherapie
&
Birgit Pammé 
SI-Lehrth. und Bobath-Ergo-Lehrth., DKSB Essen

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