Die Ätiologie bezeichnet in der Psychologie und der Medizin die Ursachenforschung. Konkret bezeichnet der Begriff die Suche nach dem Grund der Entstehung von Krankheiten. Die Ätiologie kennt bei dieser Suche drei grundlegende Methoden, denen jeweils ein unterschiedlicher Grad der Unsicherheit zugrunde liegt. Man unterscheidet hier unter den drei „C“s, welche für Causa, Contributio und Correlatio stehen. Causa beschreibt dabei die Möglichkeit, für besser untersuchte Krankheitsbilder eine einzige klare Ursache zu finden. So wird etwa die Aufgabe der Gewohnheit zu Rauchen immer zu einer Verbesserung der Durchblutung führen, da der Konsum von Nikotin zwingend zu einer Verengung der Gefäße führt. Trotzdem ist eine solch gradlinige Ursachenfindung nicht für jede Erkrankung möglich. Oftmals kann auch eine starke Ursache-Folge-Beziehung zwischen zwei Krankheitsbildern erkannt werden. Dieser starke, aber nicht direkte, Zusammenhang wird als Contributio bezeichnet. Es gilt: tritt Krankheit A auf, dann entsteht auch Krankheit B häufiger, aber nicht immer. Als Correlatio bezeichnet man einen Zusammenhang zwischen zwei Erkrankungen oder körperlichen Eigenschaften, der nicht unbedingt weiter zu klären ist. Es ist lediglich zu beobachten, dass Menschen mit der Krankheit A auch häufig die Krankheit B aufweisen und umgekehrt.

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