Interdisziplinarität ist die Nutzung von Erkenntnissen, Methoden, Ansätzen und Denkweise aus einer Vielzahl von Fachrichtungen bei der Suche nach Problemlösungen. Die Interdisziplinarität ist von der Multidisziplinarität abzugrenzen, welche lediglich das Nebeneinander wissenschaftlicher Disziplinen beschreibt. Eine interdisziplinäre oder fächerübergreifende Arbeitsweise dagegen setzt eine Aufweichung disziplinärer Grenzen voraus. Hier wird eine wissenschaftliche Fragestellung mit Vorgehensweisen aus mehreren unabhängigen Einzelwissenschaften untersucht. Das ist besonders für Fragestellungen „aus dem echten Leben“ sinnvoll, da Situationen aus Alltag und Natur häufig und offensichtlich mehr als nur eine einzelne Fachrichtung tangieren. Zudem ermöglicht die Interdisziplinarität eine Betrachtung einzelner Problemstellungen aus verschiedenen Perspektiven. Beispiele für interdisziplinäre Wissenschaften sind etwa die Biophysik, die Literatursoziologie, die Geotechnik oder die Molekularbiologie.

Das hypotone Kind

Diese Fortbildung für Therapeuten, Heilpraktiker, Ärzte und Eltern bietet einen interdisziplinären und interkonzeptuellen Therapieansatz bei Hypotonie, hypotoner Entwicklungsstörung, sowie bei Trisomie 21. Die kombinierte, parallele Anwendung dieser Therapiekonzepte bei hypotonen Störungsbildern hat sich in der Praxis, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen, als ganz besonders effektiv erwiesen, deutlich effektiver als in der seriellen Anwendung. Fallbeispiele zu den verschiedenen Altersstufen werden praxisnah aufzeigen, analysieren und entsprechende kombinierte Therapieansätze aus den Bereichen TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Bobath-Konzept, SI und Sprachtherapie in Theorie und Praxis vorstellen und gemeinsam erarbeiten.
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