Als Lateralisation des Gehirns bezeichnet man die funktionale Asymmetrie in der Aufteilung von Aufgaben und Spezialisierung in den beiden Hemisphären des Großhirns. Obwohl das Hirn von außen betrachtet symmetrische Form annimmt, werden Funktionen und Prozesse ungleichmäßig in den Hirnhälften bearbeitet oder bevorzugt in einer bestimmten Hirnhälfte verarbeitet. So lässt sich zum Beispiel eine deutliche linkshemisphärische Dominanz besonders bei Sprachprozessen feststellen. Die Dominanz für Gesichtserkennung und Raumwahrnehmung wird dagegen in der rechten Gehirnhälfte vermutet. Einen funktionelle zerebrale Lateralisierung, die bedingt, dass kognitive und sensorische Aufgaben ausschließlich auf einer Hirnhälfte ausgeführt werden, gibt es aber nicht. Bei Gehirnläsionen in der Kindheit ist es für das Hirn aber trotzdem möglich, die Schädigung zu kompensieren, indem die Aufgaben der betroffenen Hirnbereiche auf andere Areale übertragen werden.

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