Die Depuytren-Kontraktur, die auch als Morbus Dupuytren bezeichnet wird, ist eine Kontraktur von Hand und Fingern, die durch eine Fibrose der Palmarapneurose an der Handinnenfläche verursacht wird. Diese gutartige Bindegewebserkrankung wurde 1832 das erste Mal durch den Baron Guillaume Dupuytren (1777-1835) in Paris vorgestellt. Ihre Ursache konnte allerdings bis heute nicht zweifelsfrei gefunden werden. Meistens sind der kleine oder der Ringfinger betroffen, 85% der Patienten sind männlich und in der Regel im mittleren Lebensalter davon betroffen. In den westlichen Industrieländern ist ihre Prävalenz mit 2 bis 42% sehr variabel. Häufig tritt sie in Assoziation mit Diabetes mellitus und Alkohol- und Tabakkonsum auf. Auch eine genetische Komponente gilt als gesichert. Charakteristische Merkmale der Krankheit sind das Auftreten von Strängen und Knoten an der Handinnenfläche, fast ausschließlich im Bereich der Fingergrund- und Mittelgelenke. Der natürliche Verlauf ist langsam und findet oft über Jahre hin statt. Bei einer zu starken Ausprägung der Verhärtung kommt es schließlich zu Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit. Es entsteht eine Beugekontraktur. Die Depuytren-Kontraktur kann in den frühen Stadien durch Bestrahlung, später fast ausschließlich über operative Eingriffe oder Nadelfasziotomien entfernt werden. Morbus Dupuytren gehört zum Kreis der Fibromatosen.

Handrehabilitation – Ausbildung

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