Unter einer Kontraktur versteht man die Schrumpfung oder Verkürzung eines Muskels, einer Sehne oder der Bänder und die damit einhergehende Funktions- und Bewegungseinschränkung oder sogar Fehlstellung der anliegenden Gelenke. Je nach Ursache und Schweregrad können sie reversibel oder irreversibel sein. Die am häufigsten auftretenden Kontrakturen sind lagerungsbedingt und stammen aus falscher Positionierung in der Pflege oder Bewegungseinschränkungen und Immobilität des Patienten. Zu den durch Kontrakturen gefährdeten Personengruppen gehören Patienten mit gelenknahen Verletzungen, mit entzündlichen oder degenerativen Gelenkkrankheiten, mit narbenverursachenden Verletzungen und Verbrennungen, Patienten mit Nerven- oder Querschnittslähmungen oder in stark reduziertem Allgemeinzustand, Bewusstlose, antriebsschwache oder alte Patienten, Langzeitkranke, Fixierte, Patienten in Gipsverbänden, Schienenverbänden, Streckverbänden, mit postoperativen Bewegungsschmerzen und daraus resultierender Schonhaltung. Diagnostisch sind Kontrakturen einfach zu erkennen, da sie ein typisches klinisches Erscheinungsbild erweisen. Sie sind in den meisten Fällen nicht selbst schmerzhaft, können allerdings zu Schmerzen in den anliegenden Körperstrukturen führen. Die wichtige Behandlungsmethode von Kontrakturen sind aktive und passive, physiotherapeutische oder ergotherapeutische Bewegungsübungen. Auch Massagen und Wärmebehandlungen können in der Therapie angewandt werden.

Handrehabilitation – Ausbildung

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