Gebärdensprachen sind eine Reihe von Sprachen, die nicht über Worte, sondern über visuell wahrnehmbare, manuell produzierte Gesten funktionieren. Sie werden vorwiegend von tauben oder hörbehinderten Menschen für die Alltagskommunikation genutzt. Gebärdensprachen sind keine Kodierung gesprochener Sprache, sondern natürliche Sprachen mit eigenem Wort- und Satzbau, die sich in großen Teilen unabhängig von gesprochener Sprache entwickelt haben. Gebärdensprache beinhaltet die Benutzung von Gestik, Mimik, Körperhaltung und lautlos gesprochenen Worten und das Ablesen dieser von den Lippen des Sprechenden. Weil Gebärdensprachen sich von Land zu Land unterscheiden ist nicht sicher geklärt, wie viele unterschiedliche Gebärdensprachen weltweit existieren. Es wird von einer Zahl weit über 100 ausgegangen; alleine der Schweiz können 12 verschiedene Dialekte der Gebärdensprache identifiziert werden. Die am weitesten verbreitete Gebärdensprache ist die American Sign Language (ASL). Im deutschsprachigen Raum wird die Deutsche Gebärdensprache (DGS) verwendet. Weitere Arten der Gestensprachen sind das Lormen, bei dem Berührungen an der Hand Buchstaben repräsentieren, Gestuno, eine international einheitliche Gebärdensprache, oder die von Tauchern eingesetzten Tauchzeichen.

Handrehabilitation – Ausbildung

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