Mit dem Sammelbegriff „Verhaltensauffälligkeiten“ bezeichnet man unspezifische, von der Gesellschaftsnorm differenzierende Abweichungen im Sozialverhalten eines Menschen. Verhaltensauffälligkeiten spielen insbesondere in der Erziehungswissenschaft, der Psychologie und der Heilpädagogik eine große Rolle. Um der starken, von diesem Begriff ausgehenden Stigmatisierung auszuweichen wird häufig auch über Problemverhalten oder herausforderndes Verhalten gesprochen. Eine genaue Definition dazu, welche Verhaltensweisen als auffällig oder problematisch gelten, ist schwierig einzugrenzen, da die Übergänge zum Bereich des Normalverhaltens fließend sind. Als auffällig gelten vor allem jene Verhaltensweisen, die das soziale Umfeld des Betroffenen langfristig belasten und verunsichern, in ihrer Auswahl und Intensität unangebracht erscheinen und das Entwicklungsvermögen des Handelnden nachhaltig beeinträchtigen, anstatt dieses zu fördern. Als mögliche Ursachen werden vermehrt traumatische Erlebnisse (Missbrauch, Misshandlung, Verlust), fehlerhafte Erziehung, soziale Verwahrlosung oder hirnorganische Störungen genannt.

Verhaltenstherapeutisches Training (VT)

Bis heute wurden mit diesem Konzept rund 430 zertifizierte Trainerinnen und Trainer erfolgreich ausgebildet. Das Therapieprogramm ist ein flexibles System aus verschiedenen Therapiekomponenten und Therapiebausteinen, die entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen […]
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