Die Orofaziale Regulationstherapie bildet zusammen mit der Neuromotorische Entwicklungstherapie das von Dr. Juan Brondo und Dr. Castillo Morales entwickelte Rehabilitationskonzept. Diese Therapiemethode wurde Anfang der siebziger Jahre von Dr. Juan Brondo und Dr. Castillo Morales in Cordoba, Argentinien, entwickelt. Seitdem wächst die Behandlungsmethode stetig an Bekanntheit und wird in vielen Therapiezentren deutschlandweit angewendet. Sie wird insbesondere für die Behandlung von Fehlfunktionen im orofazialen System genutzt, ist also bei Atem- Saug- und Schluckstörungen oder sonstigen Auffälligkeiten im Kopf- und Halsbereich sowie Bewegungsstörungen beim Sprechen und Schlucken eine verbreitete und erfolgreiche Behandlungsmethode. Sie gilt heute als eines der wichtigsten Behandlungskonzepte für Kinder mit Down Syndrom. Nach der Diagnose werden unterschiedliche Behandlungstechniken angewandt: Kopf­- und Kieferkontrolle werden durch manuelle Reize, wie Berührungen oder Streichen, angeregt und sollen so zur Erlernung eines normalen Bewegungsmusters führen. Darüber hinaus finden Übungen zur sensorischen Stimulation der beteiligten Muskulatur (Druck, Berühren, Vibration, Streichen) und die Stimulation des Saugreflexes sowie Zahnfleisch- oder Zungenmassagen statt. Zur Unterstützung der Therapie werden auch mechanische Hilfsmittel eingesetzt. Die Behandlung erfolgt durch einen Logopäden oder durch speziell fortgebildete Therapeuten wie Ergotherapeuten und Physiotherapeuten.

Neuromotorische Kontrolle (NMK) nach Brondo – Ausbildung

Die Dysfunktionen des Cervico-Cranio-Oro-Facialen Systems und ihre Therapie – Aufbaukurs

In dieser Fortbildung werden wir uns der Evaluation und Diagnostik aus neurophysiologischer Sicht widmen. Die sich daraus ergebende Schlucktherapie umfasst eine Anzahl von Strategien, die zusammengenommen ein Behandlungsprogramm bilden. Das […]

Die Dysfunktionen des Cervico-Cranio-Oro-Facialen Systems und ihre Therapie – Basiskurs

Zu Beginn der Fortbildung wird die Biomechanik der Muskelsynergien erarbeitet. Danach ist der Therapeut fähig, die Verbindung zwischen Anatomie und Funktion in einer permanenten Interaktion nachzuvollziehen. Daraus ergibt sich die […]
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