ZiFF-Tipp: spielend konzentrieren | ZiFF-Fortbildungen

Konzentration bedeutet, sich auf das Wichtige zu fokussieren und Unwichtiges dabei auszublenden. Diese Fähigkeit ist für viele Lebens- und Lernsituationen wichtig und kann im Spiel geübt und verbessert werden. Viele Gesellschaftsspiele eignen sich dafür. Besonders hilfreich können Denk- und Strategiespiele sein, die allein oder zu zweit gespielt werden können. Entscheidend ist, dass sie den Geist fordern und zugleich eine gewisse Ausdauer verlangen. Und ganz wichtig: es macht einfach Spaß!

SmartGames als spielerischer Praxisimpuls

Ein Beispiel dafür ist das Spiel Alpenburg von SmartGames. Dabei wird eine Burg nach Plan in die Höhe gebaut. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

In 80 immer schwieriger werdenden Aufgaben müssen neun Burgtürme so aneinander und aufeinander gelegt werden, dass aus einem vorgegebenen Grundriss eine richtige Burg entsteht. Die Türme tragen verschiedenfarbige Fähnchen, die am Ende alle an der richtigen Stelle sein müssen.


Was das Spiel fördern kann

Das Spiel fordert genaues Hinschauen, Nachdenken, Planen und Ausprobieren. Dadurch können verschiedene Fähigkeiten angesprochen werden:

  • problemlösendes Denken
  • Handlungsplanung
  • räumliche Wahrnehmung
  • Auge-Hand-Koordination
  • Ausdauer
  • Konzentration

Gerade weil die Aufgaben Schritt für Schritt schwieriger werden, kann das Kind seine Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten und Lösungswege erproben.

Für wen eignet sich das Spiel?

Alpenburg eignet sich ab etwa acht Jahren. Mit etwas Hilfestellung kann es aber auch gemeinsam mit jüngeren Kindern gespielt werden. Das Spiel kann allein genutzt werden. Es kann außerdem von zwei Kindern abwechselnd gespielt werden, sodass Denken, Beobachten und Abwarten miteinander verbunden werden.


Hinweis zur Anwendung

Förderung durch Spiele ist bei Kindern besonders wirksam, wenn eine erwachsene Person dabei ist. Deshalb kann es hilfreich sein, mitzuspielen, zu begleiten und das Kind beim Planen und Durchhalten zu unterstützen. Die Aufgabe sollte dabei nicht nur als Rätsel verstanden werden, sondern als gemeinsamer Prozess: hinschauen, überlegen, ausprobieren, korrigieren und weiterdenken.

Fazit: Konzentration über Spiel und Strategie fördern

Denk- und Strategiespiele wie Alpenburg können eine gute Möglichkeit sein, Konzentration spielerisch zu trainieren. Sie verbinden Aufmerksamkeit, Ausdauer, räumliche Wahrnehmung, Auge-Hand-Koordination und Handlungsplanung.

Besonders wertvoll ist der Einsatz, wenn das Kind nicht allein gelassen wird, sondern eine erwachsene Person den Spielprozess begleitet und bei Bedarf unterstützt.


Fachlich vertiefen

Themen wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, und Lernen werden  in verschiedenen Fortbildungen zu therapeutischer und pädagogischer Förderung fachlich aufgegriffen und praxisnah vertieft. Dieser Tipp stammt aus den Kursen zum zertifizierten Marburger Konzentrationstrainer (MKT), wir ergänzen aber ausdrücklich: man kann auch einfach mal zum Spaß spielen! Die Marburger Trainings ergänzen auch den Wahlbausteinbereich der zertifizierten Kursreihe Sensorische Integration (DGfSI – Deutsche Gesellschaft für Sensorische Integration).

Dieser Praxisimpuls stammt von Uta Theiling, Dipl.-Psychologin, Trainerin und Zertifizierende MKT nach Krowatschek sowie seine Co-Autorin aus Mainz. Sie unterrichtet außerdem im großen Bobath – Kurs – Pädiatrie im Bereich Psychologie.

 

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