Der Bobath-Pädiatrie-Infokurs 2 vertieft das Verständnis spastischer Erscheinungsformen bei infantiler Zerebralparese. Im Fokus stehen differenzialdiagnostische Einordnung, sensomotorische Therapieansätze und deren Übertrag in Alltag und Spiel.
Spastische Erscheinungsformen zählen zu den häufigsten motorischen Beeinträchtigungen bei Kindern mit infantiler Zerebralparese. Eine fundierte Einordnung erfordert differenziertes Wissen zu Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen sowie deren Bedeutung für Befund und Therapie.
Kursfokus & Inhalte
- Spastische Bewegungsstörungen bei Kindern fachlich sicher einordnen
- Spastische Erscheinungsformen differenzialdiagnostisch im pädiatrischen Kontext abgrenzen
- Befund- und Analysekompetenz bei infantiler Zerebralparese vertiefen
- Sensomotorische Therapieansätze nach dem Bobath-Konzept ableiten
- Therapeutische Ausgangsstellungen gezielt zur Unterstützung von Funktion und Alltag einsetzen
- Therapeutische Interventionen sinnvoll in Spiel- und Alltagssituationen integrieren
- Wahrnehmungsstörungen reflektiert im therapeutischen Entscheidungsprozess berücksichtigen
Der Aufbaukurs knüpft an die Grundlagen des Bobath-Pädiatrie-Infokurs 1 an und erweitert diese um einen differenzierten Blick auf spastische Bewegungsstörungen. Die verschiedenen Erscheinungsformen der infantilen Zerebralparese werden fachlich eingeordnet und im Hinblick auf ihre therapeutische Relevanz analysiert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Bewegung und Wahrnehmung sowie auf der Frage, wie therapeutische Interventionen sinnvoll in Alltagssituationen und Spielsituationen integriert werden können. Die vermittelten Inhalte unterstützen eine fundierte therapeutische Entscheidungsfindung und eine zielgerichtete Planung der Bobath-Therapie.
Kursinhalte im Überblick
Spastizität
- ICD-10 G80.0 spastische tetraplegische Zerebralparese
- ICD-10 G80.1 spastische diplegische Zerebralparese
- ICD-10 G80.2 infantile hemiplegische Zerebralparese
- theoretische Einordnung, Differenzialdiagnostik, sensomotorische Bobath–Therapieansätze und ihre Integration in Spielsituationen und Alltag
- Bewegungsstörung und Wahrnehmungsstörung beim Säugling mit Spastizität
- primäre und sekundäre Wahrnehmungsstörungen beim bewegungsgestörten Kind und ihre Berücksichtigung in der Bobath-Therapie
- Die Bedeutung des therapeutischen Langsitzes für die sensomotorische Arbeit in der Bobath-Therapie und als Unterstützung der ADL bei Kindern mit Zerebralparese oder Wahrnehmungsstörungen
Voraussetzung:
Teilnahme am Bobath-Pädiatrie-Infokurs 1
Kurszeiten:
1. Tag: 09.00 – 18.00 Uhr
2. Tag: 08.30 – 16.00 Uhr
Bitte bringen Sie eine in den Hauptgelenken bewegliche Therapiepuppe, warme Wollsocken (als Hausschuhe), bequeme Kleidung und eine Schreibunterlage (Schreibbrett) mit.
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Häufige Fragen
Für wen ist der Bobath-Pädiatrie-Infokurs 2 geeignet?
Der Kurs richtet sich an therapeutische Fachkräfte, die den Bobath-Pädiatrie-Infokurs 1 absolviert haben und ihre Kenntnisse vertiefen möchten.
Welche Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt?
Im Fokus stehen spastische Erscheinungsformen der infantilen Zerebralparese, differenzialdiagnostische Einordnung sowie sensomotorische Therapieansätze nach dem Bobath-Konzept.
Wie ist der Kurs in die Bobath-Weiterbildung eingebettet?
Der Infokurs 2 ist als Aufbaukurs konzipiert und dient der fachlichen Vertiefung innerhalb der Bobath-Pädiatrie-Fortbildungsstruktur.
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