ZiFF-Tipp: Rettet die Meerestiere | ZiFF-Fortbildungen

Wasser, Tiere und Bewegung sprechen viele Kinder unmittelbar an. Die Aktivität „Rettet die Meerestiere“ verbindet feinmotorische Aufgaben mit grobmotorischen Anforderungen und lässt sich gut in therapeutische oder pädagogische Angebote einbinden. Im Mittelpunkt steht eine einfache Spielidee: Die Kinder bringen Wasser zu Meerestieren, die in einer Schüssel warten. Auf dem Weg dorthin können verschiedene Hindernisse eingebaut werden, sodass Wahrnehmung, Bewegung, Koordination und Planung miteinander verbunden werden.


Rettet die Meerestiere als therapeutischer Praxisimpuls

Für die Aktivität wird eine Schüssel mit unterschiedlichen Plastiktieren vorbereitet, die im Wasser oder Meer leben. Geeignet sind zum Beispiel Fische, Schildkröten oder andere Meerestiere. Auch Tiere, die aufgezogen werden können und später im Wasser selbstständig schwimmen, können für Kinder besonders reizvoll sein. Ergänzend können Taucher, Wasserpflanzen oder ähnliche Materialien genutzt werden. Zu Beginn befindet sich in der Schüssel mit den Tieren noch kein Wasser. Auf der anderen Seite steht eine zweite Schüssel mit Wasser.

Materialien für die Aktivität

  • eine Schüssel mit Plastiktieren, zum Beispiel Fische oder Schildkröten
  • optional aufziehbare Wassertiere
  • optional Taucher oder Wasserpflanzen
  • eine zweite Schüssel mit Wasser
  • verschiedene Gefäße zum Transportieren des Wassers
  • Gefäße mit unterschiedlichen Verschlüssen und Größen
  • wasserfeste Hindernisse für den Bewegungsweg
  • optional Lebensmittelfarbe für Schüttspiele

So wird die Aktivität durchgeführt

  • Eine Schüssel mit Meerestieren vorbereiten. In dieser Schüssel ist zunächst noch kein Wasser.
  • Auf der anderen Seite eine Schüssel mit Wasser bereitstellen.
  • Die Kinder transportieren das Wasser mit verschiedenen Gefäßen zu den Meerestieren.
  • Auf dem Weg zur Tierschüssel überwinden die Kinder unterschiedliche Hindernisse.
  • Das Wasser wird zu den Tieren gebracht, bis diese im Wasser „gerettet“ sind.
  • Anschließend können mit dem Wasser weitere Schüttspiele entwickelt werden.

Für den Bewegungsweg eignen sich zum Beispiel Wackelstäbe, Balancierstäbe, Weichbodenmatten, farbliche Gummipunkte, verschiedene Untergründe oder Langbänke. Wichtig ist, dass die eingesetzten Materialien wasserfest sind und zur jeweiligen Situation passen. Mit Lebensmittelfarbe können die anschließenden Schüttspiele für Kinder besonders ansprechend und motivierend gestaltet werden.


Warum die Aktivität therapeutisch sinnvoll ist

Die Aktivität verbindet feinmotorische Anforderungen mit grobmotorischen Bewegungsaufgaben. Kinder greifen, halten, tragen, balancieren, planen ihre Bewegung und passen sich unterschiedlichen Hindernissen an. Unterstützt werden unter anderem Hand-Hand-Koordination, Hand-Auge-Koordination, taktil-kinästhetische Reize, verschiedene Fingergriffe, Gleichgewichtsanpassung, motorische Anpassungsreaktionen, motorische Planung und Handlungsplanung.

Für wen eignet sich die Aktivität?

„Rettet die Meerestiere“ eignet sich für den therapeutischen und pädagogischen Arbeitsalltag mit Kindern, besonders wenn Feinmotorik, Grobmotorik, Koordination oder Handlungsplanung gezielt unterstützt werden sollen. Die Aktivität kann in der Ergotherapie, in der SI-orientierten Arbeit, in pädagogischen Angeboten und in alltagsnahen Fördersituationen eingesetzt werden.

Fazit: Meerestiere retten und Bewegung gezielt verbinden

Die Aktivität „Rettet die Meerestiere“ ist eine spielerische Therapieidee, die Wasser, Bewegung und feinmotorische Aufgaben miteinander verbindet. Kinder erleben eine motivierende Handlungssituation und können dabei unterschiedliche motorische und wahrnehmungsbezogene Anforderungen bewältigen. Gerade die Verbindung aus Wassertransport, Hindernisweg und anschließendem Schüttspiel macht die Aktivität vielseitig einsetzbar.

Fachlich vertiefen

Themen wie Feinmotorik, Grobmotorik, Wahrnehmung, motorische Planung, Handlungsplanung und Sensorische Integration werden insbesondere im Bereich Sensorische Integration fachlich aufgegriffen und praxisnah vertieft.


Dieser Praxisimpuls stammt von den Leiterinnen der SI-Ausbildung im ZiFF:

Karin Hirsch-Gerdes
SI-Lehrtherapeutin und Bobath-Ergo-Lehrtherapeutin, Haus der Ergotherapie

Birgit Pammé
SI-Lehrtherapeutin und Bobath-Ergo-Lehrtherapeutin, DKSB Essen

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