Orofaziale Dysfunktionen entstehen häufig auf entwicklungs- und neurophysiologischer Grundlage. Diese Fortbildung vermittelt einen strukturierten Zugang zu Diagnostik, Einordnung und Therapie nach dem OroNeu®-Ansatz.

Orofaziale Dysfunktionen entstehen oft auf entwicklungs- und neurophysiologischer Grundlage.
Bei Kindern und Jugendlichen zeigen sie sich u. a. in Mundschlussinsuffizienz, vorverlagerter Zungenruhelage und einem frühen Schluckmuster.
Kursfokus & Inhalte
- Orofaziale Dysfunktionen entwicklungs- und neurophysiologisch einordnen
- Frühe sensomotorische Entwicklungsfaktoren differenziert berücksichtigen
- Diagnostische Schritte strukturiert aus Anamnese und Befund ableiten
- Reife orofaziale Funktionen therapeutisch anbahnen und stabilisieren
- Tonusregulation orofazial und ganzkörperlich einbeziehen
- Haltung, Bewegung und orofaziale Funktionen verknüpfen
- Transfer von Befund zu Therapieplanung ableiten
- Interdisziplinäre Faktoren im Therapieverlauf berücksichtigen
Der OroNeu®-Ansatz geht davon aus, dass orofaziale Dysfunktionen häufig mit einer unphysiologischen sensomotorischen Entwicklung in den ersten Lebensmonaten zusammenhängen. In der Fortbildung wird vermittelt, wie diese Zusammenhänge erkannt, differenziert beurteilt und therapeutisch aufgegriffen werden können. Theorie, Demonstrationen am Patienten und Videobeispiele unterstützen den Aufbau eines strukturierten diagnostischen und therapeutischen Zugangs.
Kursinhalte im Überblick
- Grundlagen, entwicklungsphysiologischer Hintergrund, Störungstypen
- Anamnese und neuroentwicklungsphysiologischer Befund
- Management
- Auslösen und Etablieren der okulo-oralen Einstell- und Einnehmreaktion sowie des reifen Schluckens
- Tonusregulation orofazial und ganzkörperlich
- Erarbeitung neurophysiologischer Haltung und Bewegungsübergänge
- Verbesserung von Kraft und Ausdauer ausgewählter Muskeln
- Transfer der Nackenaufrichtung und reifer orofazialer Funktionen
(Mundschluss, Zungenruhelage, Schluckmuster)
Hinweis:
Auch Physiotherapeuten können die Inhalte in die Arbeit mit sensomotorisch entwicklungsverzögerten und hypotonen Patienten integrieren. In begrenztem Umfang sind Inhalte für Hypotonie-Syndrome geeignet, nicht jedoch für ICP.
Weitere Infos:
finden Sie im OroNeu-Flyer.
Kurszeiten:
1. Tag: 09.00 – 18.00 Uhr
2. Tag: 08.30 – 17.30 Uhr
3. Tag: 08.30 – 15.30 Uhr
Bitte bringen Sie warme Wollsocken (als Hausschuhe), bequeme Kleidung, einen Kajalstift und eine Schreibunterlage (Schreibbrett) mit; des Weiteren 1 kleinen Taschenspiegel oder Czermak-Spiegel, 1 Zahnbürste und falls vorhanden das Handstück einer elektrischen Zahnbürste oder alternativ ein Vibrationsgerät zur Stimulation im Gesicht (z. B. Wakkelpudding). Für Übungen am 2. Tag bitte auch 1 Joghurt oder Obstmus nach Ihrem Geschmack (ohne Stückchen) mitbringen.
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Häufige Fragen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Für Fachpersonen aus Logopädie, Therapie und angrenzenden Bereichen, die orofaziale Dysfunktionen bei Kindern und Jugendlichen diagnostisch und therapeutisch einordnen möchten.
Was nehme ich konkret aus dem Kurs mit?
Einen strukturierten Zugang zu Anamnese, Befundung und Therapieplanung bei orofazialen Dysfunktionen sowie ein vertieftes Verständnis entwicklungs- und neurophysiologischer Zusammenhänge.
Welche Voraussetzungen gibt es?
In der Ausschreibung werden keine speziellen Teilnahmevoraussetzungen genannt. Grundkenntnisse in der Arbeit mit Kindern sind hilfreich.
